Ausblick: Drupa 2016 und Web-to-Print

Drupa 2016: Was sind die Zukunftstechnologien im Print?

Bereits jetzt – eineinhalb Jahre vor dem Messestart am 31. Mai 2016 – sind 80 Prozent der Ausstellungsfläche verbindlich gebucht. Setzt sich dieser Trend fort, wird die drupa 2016 einmal mehr im Lauf ihrer über 60-jährigen Geschichte ausgebucht sein und den kompletten Markt rund um Print und Crossmedia abdecken. „Angesichts des schwierigen Umfeldes ist das ein mehr als hervorragendes Ergebnis", zieht Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Düsseldorf als Fazit. „Dieses Resultat untermauert deutlich, dass unsere strategische Neuausrichtung mit ihrer Fokussierung auf Zukunfts- und Highlight-Themen richtig ist.“

„touch the future“:
Zukunftstechnologien und ihre Märkte im Visier

Unter dem Motto „touch the future“ stellt die drupa 2016 Zukunftstechnologien wie Printed Electronics, 3D-Druck oder Inkjetdruck und ihre industriellen Anwendungen verstärkt in den Fokus. Diese innovativen Technologien treiben den Markt nach vorne und eröffnen weltweit große Chancen und Wachstumspotenziale vor allem im Bereich Verpackungs-, Funktions- und industriellem Druck. So wird laut Smithers Pira (UK) der Umsatz im Verpackungsdruck bis 2018 jährlich um vier Prozentpunkte auf 970 Milliarden US$ steigen. Auch im industriellen und funktionalen Druck stehen die Zeichen auf Wachstum. Seit 2008 ist dieser Markt, der Druckverfahren zur Herstellung von Dekor- und Laminatoberflächen, Keramik, Glas, Kfz-Teilen, Werbeartikeln oder elektronischen Produkten abdeckt, jährlich um 13,4 Prozent gewachsen und lag 2013 bereits bei einem Volumen von 43,7 Milliarden US$. Experten von InfoTrends (USA/UK) gehen derzeit von einem 100 Milliarden US$ Markt aus. „Wir haben das Wachstumspotenzial dieser Märkte schon frühzeitig erkannt und beispielsweise zur drupa 2012 die Sonderschau „PEPSO“ (Printed Electronics Products and Solutions) erfolgreich auf den Weg gebracht“, erläutert Werner M. Dornscheidt. „Zur drupa 2016 werden wir dieses Thema mit zusätzlichen Angeboten im fachlichen Rahmenprogramm und in Form von Sonderschauen, sogenannter „touch points“ aufgreifen.“

 Welche Technolgie im Print in zukunftsträchtig?

Noch dynamischer hat sich der Markt für 3D-Druck entwickelt. Auf rund 2,2 Milliarden US$ wird das globale Marktvolumen derzeit geschätzt. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, der erst kürzlich die AG Additive Manufacturing gegründet hat, rechnet mit jährlichen Wachstumsraten von 25 Prozent. „Speziell für dieses Marktsegment haben wir dementsprechend die Marke „3D fab+print“ entwickelt. Auf der drupa und weiteren relevanten Düsseldorfer Fachmessen führen wir unter diesem Dach Aussteller der 3D-Drucktechnologie zusammen und rücken das gesamte Thema in den Fokus“, so Werner M. Dornscheidt.

Crossmedia und Multichannel:
Drucken in Zeiten von Internet, Big Data, Web-to-Print & variablem Datendruck

Das Internet und die gesamte digitale Kommunikation haben Print grundlegend verändert – wie auch der aktuelle „drupa Global Insights“ Report zum Thema „Die Auswirkungen des Internet auf Print – die digitale Flut“ unterstreicht. Interaktion ist das Gebot der Stunde. Big Data, Web-to-Print, variabler Datendruck und internetgestützte Tools wie Augmented Reality und QR-Codes prägen und beeinflussen den gesamten Kosmos gedruckter Produkte und den kompletten Workflow. Hier setzt die drupa mit ihrem Highlight-Thema Multichannel den Hebel an. Hewlett-Packard, seit 2013 aktives Mitglied des drupa-Komitees und Top-Ten-Aussteller der drupa, bestätigt die Neuausrichtung: „Die Kommunikation der Menschen untereinander entwickelt sich genau so schnell wie die Technologie. Die neue Crossmedia-Strategie der drupa mit der Integration von digitalem und analogem Druck sowie von Print und Online wird zeigen, dass das gedruckte Produkt weiterhin eine bedeutende Rolle in der Kommunikation spielt“, so Francois Martin, Worldwide Marketing Director HP Graphics Solutions Business.

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Mehr Informationen zur Drupa erhalten Sie hier: Drupa 2016