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Widerrufsrecht für individuelle Printprodukte?

Vielleicht kennen Sie auch das Problem, ein Kunde bestellt ein individuelles Banner oder ein individuell gestaltetes T-shirt und storniert kurz nach der Bestellung wieder.
Aber wie genau sieht das rechtlich aus? Habe ich als Onlinedruckanbieter die Möglichkeit, diese Stornierung zu verweigern oder muss ich diese akzeptieren?

Wie sieht es aus, wenn der Druckauftrag schon läuft?

Eine Antwort auf diese Fragen fällte ganz aktuell das Oberlandesgericht.

„Es ist egal, ob bereits mit der Fertigung begonnen wurde oder nicht, denn es handelt sich bei individuell gestalteten Produkten nicht um eine Ausnahme, wonach das Widerrufsrecht erst besteht und dann erlischt. Es handelt sich um eine Norm, bei der von vornherein kein Widerrufsrecht besteht“.

Dies bedeutet ganz konkret: Das Widerrufsrecht hängt nicht von dem Herstellungsfortschritt ab, sondern richtet sich ausschließlich nach der Art des jeweiligen Vertrags.

Ob Sie als Onlinedruckanbieter, nach dieser rechtlichen Grundlage handeln, ist Ihnen überlassen. Allerdings dürfen Sie laut Rechtsbeschluss, eine Stornierungen ablehnen und dem Kunden seine Ware ordnungsgemäß zusenden und diese auch in Rechnung stellen.

Schon 2017 gab es einige relevante Rechtsurteile, die Onlinedrucker betrafen. Auch 2018 bleiben diese Urteile und Rechtsänderungen nicht aus.

Möchten Sie zu diesem Thema mehr erfahren? Dann schauen Sie doch mal in den Artikel von Bernd Zipper.

 

Über Michelle Kapsa

..Praktikantin, Azubine, Kauffrau für Marketingkommunikation - Mein Weg bei der Color Alliance. Mehr Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt "Das Team".